Ende, aus, vorbei: Pooly.net geht offline

31. Januar 2010

Liebe Besucher/innen,

Pooly.net geht Ende März offline. Heute habe ich meinen Webspace bei One.com offiziell gekündigt.

Ich bedanke mich nach 7 Monaten Bloggerei bei zahlreichen Besuchern und immerhin fast 150 Kommentatoren – mehr als ich persönlich gedacht habe.

Doch ihr seit mich Quälgeist  nicht los; es wird noch viel schlimmer!

In den nächsten Tagen oder Wochen wird ein neues Blog auf die Beine gestellt. Allerdings nicht von mir alleine.

Zusammen mit Stefan werde ich mich den Schwerpunkten Politik, Gesellschaft und Kultur widmen. Im realen Leben, so wie in der Netzwelt.

Nach unseren jetzigen Ideen und Vorstellungen, geht aus auch direkt auf die Strasse, um sich direkt vor  Ort ein Bild  zu machen und über andere Menchen in ihren Lebenssituationen zu berichten.
Wie das alles letzten Endes konkret aussehen soll, wissen wir allerdings noch nicht.

Was uns noch fehlt, ist ein passender Domain-Name, aber die Köpfe qualmen schon. Für Tips und Hinweise wären wir dankbar.

Ich hoffe einige Besucher von Pooly.net auf das neue “Projekt” neugierig gemacht zu haben.
Ihr werdet Nachricht bekommen, wenn die neue Seite online geht…

Danke und möge Gott mit Euch sein!

"Begegnung unter Vorbehalt – der Fall Kampusch"

26. Januar 2010

Gestern Abend (25.01.2010) lief in der ARD der Dokumentarfilm “Natascha Kampusch – 3096 Tage Gefangenschaft” (hier noch einmal in der ARD Mediathek zu sehen).

Einige Stunden vor der Austrahlung gab Peter Reichard, ehemaliger Kriminalbeamter und Autor der Dokumentation ein ausführliches Interview in der WDR5 Radiosendung “Redezeit”.

Er schildert seine erste Begegnung mit Natasche Kampusch und wie er sie überzeugen konnte, ausgerechnet seinem Team die ganze Geschichte noch einmal vor der Kamera zu erzählen.
Eine besonders bewegende und spannende Stelle des Gesprächs ist, als der Peter Reichard erzählt, wie er das erste Mal das Haus des Täters mit seinem Team besucht.

Das Interview “Begegnung unter Vorbehalt – der Fall Kampusch” kann für einige Tage als Podcast von der WDR5 Internetseite heruntergeladen werden.

Twitter – Die Schickeria 2.0

18. Januar 2010

Die Schickeria (von Italienisch sciccheria = Schick, Eleganz und jidd./jüd.-dt. „schickern“ = „trinken, sich betrinken“) ist eine spöttische Bezeichnung für das Szenepublikum, dessen Party-Eskapaden durch den Boulevardjournalismus der breiten Öffentlichkeit zugetragen werden.
(Wikipedia.de)

Auch auf der Gefahr hin, dass ich mich vielleicht bei einigen unbeliebt mache, habe ich im laufe des Jahres die Feststellung gemacht, dass der Begriff Schickeria absolut auf Twitter zutrifft.

Das selbsternannte Szenepublikum, welches über die neusten Gimmicks twittert, anscheinend immer die Sonnenseite des Lebens genießt und keine anderen Sorgen hat, als das iPhone oder der Hochglanz polierte Mac.
Wenn eine Katastrophe droht, dann ist es meistens eine derjenigen, dass man anstatt dreimal nur zweimal pro Jahr im Urlaub fahren kann.

Das elitäre Gehabe und denken kommt meistens dann zum Vorschein, wenn zur gemeinsamen Entspannung Sendungen wie z.B. Frauentausch, Bauer sucht Frau und dergleichen geschaut werden.
Im naiven glauben, dass dort das wahre Leben der Unterschicht und Hartz IV Empfänger stattfindet; amüsiert man sich genüsslich getreu nach dem Motto: Eure Armut kotzt mich an.

Eine Zeitlang, war es “modern” sein Avatarbild grün einzufärben. Das war Anfang 2009, nach den Wahlen im Iran und den daraus resultierenden Aufständen. Hauptsache, man erweckte den Anschein ein Wohltäter der Unterdrückten zu sein.
Heute sieht man keinen blanke Schimmer mehr von den grünen Gesichtern. Der nächste Cybertrend für die Cyberaktivisten wartet schon, um wieder ganz vorne dabei zu sein.

So besäuft man sich an den eigenen Wohltaten und Errungenschaften in der Öffentlichkeit.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil

16. Januar 2010

Wenn man die Erde wie ein Dorf mit 100 Einwohnern betrachtet, und allen Komponenten Rechnung trägt, dann würde dieses Dorf folgendermaßen aussehen:

• 57 Asiaten – 21 Europäer – 14 Amerikaner – 8 Afrikaner
• 52 Frauen – 48 Männer
• 70 Farbige- 30 Weiße
• 70 Nicht-Christen – 30 Christen
• 89 Heteros – 11 Homosexuelle

Wenn man die Welt unter diesem Aspekt betrachtet, ist klar, dass Verständnis, Toleranz und Studium notwendig würden.

armut

Wenn du heute Morgen ohne Krankheit aufgewacht bist, bist du glücklicher als eine Million Menschen, die in den nächsten Tagen sterben werden.

Wenn du nie unter Krieg, Einsamkeit oder Hunger gelitten hast, bist du glücklicher als 500 Millionen Menschen auf dieser Welt!

Wenn du zu deiner Kultstätte gehen kannst, ohne einem Zwang zu unterliegen, nicht gebremst oder getötet zu werden, dann bist du glücklicher als 3 Milliarden Menschen auf dieser Welt.

Wenn du Nahrungsmittel in deinem Kühlschrank hast, wenn du bekleidet bist, und du ein Dach über dem Kopf hast, dann bist du reicher als 75% der Weltbevölkerung

Wenn du ein Bankkonto hast, etwas Geld in der Tasche, dann gehörst du zu den 8% Reichen auf dieser Welt.

Wenn du diese Zeilen lesen kannst, dann gehörst du zu den ganz Glücklichen, weil:
Du nicht zu den den 2 Milliarden Menschen gehörst, die nicht lesen können.

Das Niveau auf Twitter lässt nach

09. Januar 2010

Twitter hatte immer den Ruf “besser und anspruchsvoller” als andere Online Communitys zu sein.
In den letzten Tagen ist mir immer wieder von unterschiedlisten Leuten zu Ohren gekommen, dass Niveau, Netiquette, Anstand und der Respekt anderen gegenüber immer weiter nachlässt.

Faile Whale

Faile Whale

Eigentlich kein Wunder.
Soblad ein neuer Kommunikationsweg im Internet populärer wird, fangen nach und nach diese Zickereien an:
Albernen Kriege untereinander, wo es darum geht sich besser darzustellen als andere. Personen werden schlecht gemacht oder es werden Unwahrheiten verbreitet. Der nette Follower von damals, entpuppt sich als Psycho und notgeiler 0815-Fi**er,
Was für ein erbärmliches Armutszeugnis.

An für sich kann man das alles wunderbar blocken oder ignorieren.
Nur leider hat Ansammlung solcher sozial gescheiterten Existenzen die traurige Konsequenz, dass die lieb gewonnen Follower sich immer weiter zurückziehen und mit so einem Affentheater nichts zu tuen haben wollen. Verständlicherweise.

Schade, denn so verliert Twitter immer weiter an netten Menschen und Reiz…

Dokusoaps: Trick 17 – Selbstverarschung

07. Januar 2010

Menschen die mich etwas kennen, wissen das ich Sendungen wie DSDS, Bauer sucht Frau und so weiter wie die Pest hasse.
Warum eigentlich?

Natürlich kann sich jeder Mensch anschauen was er will, was soll mich das interessieren?
Was ich aber so erschreckend finde, ist nicht das niedrige Niveau der Formate, sondern das die Zuschauer wirklich glauben, so sei das wahre Leben.
“Das muss ja alles real und wahrhaftig sein, so etwas kann man nicht erfinden. Es ist zu nah am Leben.” Wie oft habe ich das schon gehört.

Warum will man nicht wahr haben, dass nahe zu alle Soaps, Castingshows etc. “gescriptet” sind?
In erster Line sind selbstversändlich die Darsteller geacastet und die “Dramaturgie” entstammt einem Drehbuch, welches einen Spannungsbogen erzeugen soll. Wie kann man denn sonst etliche Staffeln mit dieser Materie drehen, ohne das es langweilig wird?

Immer wieder ein gutes Beispiel: Hartz IV.
Es ist unglaublich erschreckend wie viele Menschen, sich durch eine Dokusoap bestätigt fühlen, dass Hartz IV Empfänger dick sind, rauchen und den ganzen Tag auf der Couch sitzen. Die Kinder sind selbstverständlich ungezogen, gewalttätig und asozial hoch Zehn.
Natürlich gibt es solche Fälle wirklich. Das will ich nicht abstreiten.

Der allgemeine Zuschauer hingegen, schaut sich das ganze an, bildet sich eine eigene Meinung über ganze Gesellschaftsgruppen und regt sich mit anderen darüber auf, weil er meint es sei echt. Warum?
Weil sein eigenes Leben einfach langweilig ist. Da kann man ja besser auf andere herab schauen und den Finger erheben.

In einer Welt, in der man nur noch lebt,
damit man täglich roboten geht,
ist die größte Aufregung, die es noch gibt,
das allabendliche Fernsehbild.

Hier kommt Alex, Die Toten Hosen

Klartext:
RTL oder ein anderer Sender schreibt sich eine Story zusammen die Spannung erzeugen soll und verkauft es auch noch als das wahre Leben. Der Zuschauer nimmt es dankend an, weil sein eigenes Leben zu öde und unaufgeregt ist.
Das ist doch Trick 17 – Selbstverarschung und zeugt nicht gerade von dem, was man Medienkompetenz nennt.

ELENA im Daten-Gangbang

02. Januar 2010

ELENA ist leider keine Pornodarstellerin oder irgend eine nymphomane Frau, die sich dem Gangbang hingibt. ELENA (elektronischer Entgeltnachweis) ist mal wieder ein weitere Schritt, den Bürger zu überwachen und zu kontrollieren.

Konkret soll das heissen: Ab nun werden alle Arbeitnehmer relevanten Daten elektronisch gespeichert und sind somit selbstverständlich auch abrufbar.
Man könnte jetzt meinen, es sei ein Abbau der Bürokratie, wie heisst es so schön auf der Seite das-elena-verfahren.de:

Zwischen der elektronischen Personalverwaltung des Arbeitgebers und der elektronischen Sachbearbeitung in den Behörden klafft eine Lücke, die weiterhin durch den traditionellen Informationsträger Papier überbrückt wird. Dieser Medienbruch wird durch das ELENA-Verfahren beseitigt.

Durch das ELENA-Verfahren werden die Unternehmen ab 2012 um jährlich 85,6 Millionen Euro von Bürokratiekosten entlastet.

Das hört sich alles wunderbar an und wahrscheinlich glaubt auch noch ein Großteil des Bevölkerung diese halbwahre Medienpropaganda. Denn mit diesen neuen Verfahren werden tiefgreifend die Persönlichkeitsrehcte beschnitten.

Demnach wird ab dem 1. Januar 2010 aufgezeichnet, wer an einem Streik teilgenommen hat. Zudem werden Informationen darüber erfasst, ob rechtmäßig oder wild gestreikt wurde oder Beschäftigte vom Arbeitgeber ausgesperrt wurden. Außerdem sollen Arbeitgeber über Abmahnungen und Kündigungsgründe Auskunft geben, ohne dass die Betroffenen sich dazu äußern können.

(…) Tatsächlich aber ist die Liste der Angaben, die Unternehmen über ihre Angestellten zu machen haben, mehr als 40 Seiten lang.

Netzpolitik.org

Ich wiederhole: Offiziell sollte ELENA dazu dienen, dass Sozialleistungen wie Kindergeld, Wohngeld etc. leichter bearbeitet werden können!
Das muss man sich noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: Es wird gespeichert wann, wo und wie man streikt. Krankheitstage, Kündigungen etc. kommen auch noch dazu.
EIN SKANDAL!

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Die Riester Lüge

27. Dezember 2009

Die “Riester-Rente” wurde den Menschen in Deutschland als eine Lösung zur privaten Altersvorsorge für alle vorgestellt; gerade für Menschen, die wenig Geld verdienen.
Eine Kampange der Bundesregierung, die bis heute fruchtet. Zweifeler der “Riester-Rente”, werden nur ungläubig wahrgenommen oder ignoriert. Nicht nur in der Politik, sondern auch beim Großteil der Bevölkerung. 90% der Menschen werden einem erzählen, dass “riestern” nicht falsch ist.

Es gibt zum Glück noch andere Medien, die (relativ) unabhängig berichten. Wie z.B. die ARD Sendung Monitor, welche sich dem Thema angenommen hat.
Ein Beitrag vom 10.01.2008 , der für Aufregung in Berlin gesorgt hat und als Propaganda hingestellt wurde.
Die offen gelegten Fakten sprechen allerdings eine andere Sprache und machen klar, dass gerade Geringverdiener sich “arm riestern”.

Wer detailierte Informationen haben will, dem empfehle ich den Artikel “Wir riestern uns arm” auf Spiegelfechter.com.

Killing In The Name Of Christmas No.1

24. Dezember 2009

Wenn man pünktlich zu Weihnachten an der Spitze der britischen Charts steht, kommt das einem Ritterschlag gleich.
So fragt sich jedes Jahr ganz Großbritannien: Wer wird Christmas No.1?

Die letzten 4 Jahre waren es immer Gewinner der Castingshow X Factor – UK Largest Talent Search. Damit Joe McElderys Schnulze The Climp nicht die Charts stürmt, haben einige Briten eine Facebook-Kampange gestartet, um dieses zu verhindern.
Die Menschen wurde dazu aufgerufen Killing In The Name of von Rage Against The Machine zu kaufen.

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LTE die 4. Generation des mobilen Internet

22. Dezember 2009

Die Nutzung des mobilen Internet, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Gerade Nutzer des iPhone profitieren von der recht schnellen UMTS-Verbindung mit bis zu 7,2MBit.

Im neuen Jahrzehnt soll nun die 4. Generation (4G) des Mobilfunks kommen: LTE.
LTE steht für Long Term Evolution und wird seit Mitte Dezember im Innenstadtbereich von Stockholm und Oslo verwendet.
In Deutschland arbeiten z.Zt Vodafone und T-Mobile an einem Netz; ein offizieller Einführungstermin ist nicht bekannt.

LTE kann das zwei- bis vierfache an Funkzellen verkraften und soll auch nicht so störanfällig sein.
Mit dieser neuen Technik sollen Geschwindigkeiten mit bis zu 100 MBits erreicht werden; also die 10fache Geschwindigkeit des aktuellen UMTS Netzes und schneller als alle herkömmlichen DSL Anschlüsse. Samsung hat u.a. schon ein LTE Modem hergestellt.
Vor allem ländliche Gebiete, die nicht über schnelle Internet Festnetzanschlüsse verfügen, profitieren von der Technik.

Da heute schon eine Menge Internetnutzer keinen Festnetzanschluss mehr nutzen, sondern diverse UMTS-Sticks, würde ich mich nicht wunder, wenn in einigen Jahren LTE den herkömmlichen DSL Anschluss überflüssig macht.

Der Handymarkt ist ohnehin gesättigt und so scheint es auch logisch, dass sich die Mobilfunkanbieter immer mehr dem mobilen Internet widmen.