Im Laufe der Zeit habe ich die Feststellung gemacht, dass der Begriff Schickeria des öfteren auf Twitter zutrifft.
Die Schickeria (von Italienisch sciccheria = Schick, Eleganz und jidd./jüd.-dt. „schickern“ = „trinken, sich betrinken“) ist eine spöttische Bezeichnung für das Szenepublikum, dessen Party-Eskapaden durch den Boulevardjournalismus der breiten Öffentlichkeit zugetragen werden.
(Wikipedia.de)
Das selbsternannte Szenepublikum, welches über die neusten Gimmicks twittert, anscheinend immer die Sonnenseite des Lebens genießt und keine anderen Sorgen hat, als das iPhone oder der Hochglanz polierte Mac.
Wenn eine Katastrophe droht, dann ist es meistens eine derjenigen, dass man anstatt dreimal nur zweimal pro Jahr im Urlaub fahren kann.
Das elitäre Gehabe und denken kommt meistens dann zum Vorschein, wenn zur gemeinsamen Entspannung Sendungen wie z.B. Frauentausch, Bauer sucht Frau und dergleichen geschaut werden.
Im naiven glauben, dass dort das wahre Leben der Unterschicht und Hartz IV Empfänger stattfindet; amüsiert man sich genüsslich getreu nach dem Motto: Eure Armut kotzt mich an.
Anfang 2009, nach den Wahlen im Iran und den daraus resultierenden Aufständen, war es “modern” sein Avatarbild grün einzufärben. Hauptsache, man erweckte den Anschein ein Wohltäter der Unterdrückten zu sein.
Schon lange sieht man keinen blanke Schimmer mehr von den grünen Gesichtern. Der nächste Cybertrend für die Cyberaktivisten wartet schon, um wieder ganz vorne dabei zu sein.
So besäuft man sich an den eigenen Wohltaten und Errungenschaften in der Öffentlichkeit.