Posts Tagged: Web 2.0


19
Apr 10

Twitter – Die Schickeria 2.0

Im Laufe der Zeit habe ich die Feststellung gemacht, dass der Begriff Schickeria des öfteren auf Twitter zutrifft.

Die Schickeria (von Italienisch sciccheria = Schick, Eleganz und jidd./jüd.-dt. „schickern“ = „trinken, sich betrinken“) ist eine spöttische Bezeichnung für das Szenepublikum, dessen Party-Eskapaden durch den Boulevardjournalismus der breiten Öffentlichkeit zugetragen werden.
(Wikipedia.de)

Das selbsternannte Szenepublikum, welches über die neusten Gimmicks twittert, anscheinend immer die Sonnenseite des Lebens genießt und keine anderen Sorgen hat, als das iPhone oder der Hochglanz polierte Mac.
Wenn eine Katastrophe droht, dann ist es meistens eine derjenigen, dass man anstatt dreimal nur zweimal pro Jahr im Urlaub fahren kann.

Das elitäre Gehabe und denken kommt meistens dann zum Vorschein, wenn zur gemeinsamen Entspannung Sendungen wie z.B. Frauentausch, Bauer sucht Frau und dergleichen geschaut werden.
Im naiven glauben, dass dort das wahre Leben der Unterschicht und Hartz IV Empfänger stattfindet; amüsiert man sich genüsslich getreu nach dem Motto: Eure Armut kotzt mich an.

Anfang 2009, nach den Wahlen im Iran und den daraus resultierenden Aufständen,  war es “modern” sein Avatarbild grün einzufärben. Hauptsache, man erweckte den Anschein ein Wohltäter der Unterdrückten zu sein.
Schon lange sieht man keinen blanke Schimmer mehr von den grünen Gesichtern. Der nächste Cybertrend für die Cyberaktivisten wartet schon, um wieder ganz vorne dabei zu sein.

So besäuft man sich an den eigenen Wohltaten und Errungenschaften in der Öffentlichkeit.


15
Apr 10

Über Facebook, StudiVZ und Attention Whores

“Wer braucht denn das? Ich unterhalte mich lieber im realen Leben mit den Menschen als im Internet…”
Solche oder ähnliche Sätze konnte ich mir Ende der 1990er Jahre anhören, als ich mich mit Freunden über die von mir besuchten Chats unterhalten habe.

Heute hält man sich lieber in so genannten Social Networks wie Facebook, MySpace, StudiVZ und so weiter auf.
Was sicherlich sehr praktisch sein kann, wenn der Kontakt zu weit entfernten Freunden aus dem In- und Ausland aufrecht erhalten werden soll.

Wenn da nur nicht dieser Drang zur Selbstdarstellung wäre, gerade der Leute die Anfangs mit solchen Diensten nichts anfangen konnten, geschweige denn bis heute wissen was Social Networks oder das Web 2.0 genau sind (von dem was das heisst, wollen wir hier mal gar nicht sprechen).
Mir sind selber schon Leute begegnet, die nicht in der Lage waren eine eigene E-Mail zu verfassen, sich aber mit StudiVZ bestens auskannten. An für sich ein Widerspruch in sich – aber Hauptsache man ist drin…

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