Ein Hund Namens Paco

Paco

Auf lebedraussen.de hat Bianca unter dem Titel „Welche Begegnung war für dich besonders und warum?“ eine, wie ich finde, sehr interessante Blogparade ins Leben gerufen.

Erzähle deine Geschichte von dem Menschen, der dir einen besonderen Moment im Leben geschenkt hat. Oder war es eine Begegnung in der Natur, die dich für dein Leben verzauberte?

Wir nannten ihn Paco

Spanien 2014. Über AirBnB hatten meine damalige Freundin und ich ein Haus im Hinterland von Malaga gemietet. In der Siedlung, die von den Einheimischen „La Zorilla“ genannt wurde, lebten größtenteils Aussteiger, Althippies und anderen Überlebenskünstler.

Nach dem Abendessen saßen wir meistens auf der Terasse vor dem Haus und blickten auf das weiter unten gelegene Dorf Triana. Eines Abends spürte ich einen Blick in meinem Nacken und entdeckte, etwas versteckt hinter einem Gebüsch, einen Hund der uns wohl schon längere Zeit beobachtet hatte.

Wir stellten unserem Überraschungsgast etwas zu essen und zu trinken hin. Ängstlich humpelte er die Treppe hinunter, aß in kürzester Zeit die Teller leer und gesellte sich einfach zu uns. Offensichtlich hatte der Hund eine schlecht verheilte Verletzung an der linken Pfote, so dass er nicht mehr richtig laufen konnte.

Entspannter Hund

Entspannter Hund

Der Mischling war sofort zutraulich, legte sich auf den Schoß und wollte sogar über den Bauch gestreichelt werden. Irgendwann kam der Zeitpunkt an dem wir uns trennen mussten und gaben ihm kurzerhand den Namen Paco.

Ein wiederkehrender Gast

Am nächsten Tag saßen wir wieder auf der Terasse. Die Dämmerung brach herein und plötzlich sah ich auf dem Treppenabsatz hinter uns, sich etwas bewegen: Paco!
Schon wieder hatte er uns beobachtet und kam zu uns hinunter gehumpelt. Also das selbe Spiel wie letztes Mal: Nahrungsaufnahme, jede Menge Streicheleinheiten und zusätzlich etwas Fellpflege.

Bis dahin habe ich noch kein Tier gesehen welches soviel Zuneigung von Fremden genossen hat und so ein Gefühl von unglaublicher Dankbarkeit ausstrahlte.

Schweren Herzens mussten wir uns auch diesmal von ihm trennen. Diesmal leider für immer. Da dies alles zwei oder drei Tage vor unserer Abreise stattgefunden hat, haben wir Paco nie wieder gesehen und wussten nicht, ob er uns wieder aufgesucht hat. Aber ganz ehrlich: Diesen Gedanken mußten wir einfach verdrängen.

1 Kommentar

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