Läufer und ihre Luxusprobleme

Luxusprobleme

Manchmal gibt es diese Tage wo ich euphorisiert los laufe und mir denke: Geil! Das wird ein schöner langer Lauf! Nach ein paar Kilometern merke ich das irgendetwas nicht stimmt.

Wenige Meter weiter wollen die Beine nicht mehr gehorchen, ich habe das Gefühl Blei an den Füßen zu haben und die Oberschenkel fangen an zu schmerzen. Es läuft schleppend. Meine Euphorie lässt nach, ich kann nicht mehr abschalten und verliere das innere Gleichgewicht. Jetzt zickt auch noch der Kopf. Ich setze mich auf eine Bank, bin angepisst das es nicht so läuft wie ich es mir vorgenommen habe und fluche vor mich hin. Ich will nur noch nach Hause.

Die letzten zwei Kilometer kommen mir mindestens dreimal so lang vor wie die ersten Zwei. Nach einer erfrischenden Dusche schaue ich mir den Lauf noch einmal am Rechner an: Geht doch. Irgendwie. Immerhin 15 Kilometer!

Dann schüttle ich den Kopf und denke mir: Früher™ hielt ich 15 km für unmöglich. Das ist wirklich jammern auf hohem Niveau. Luxusprobleme…

Was ich in den letzten Jahren über das Laufen gelernt habe

Auf einen schlechten Tag folgt in der Regel ein Guter. Wenn es mal zwei oder drei schlechte Tage gibt, dann kommen irgendwann auch mal zwei oder drei gute Tage.
Wenn es mal nicht so läuft, nicht alles so verbissen sehen und wenn es gar nicht mehr läuft habe ich offensichtlich etwas falsch gemacht oder sollte eine Ruhepause einlegen. Nicht nachdenken, einfach weitermachen.

2 Kommentare

  1. Genauso ist es, der Körper sagt uns immer, wo es lang geht, es gibt Auf und Ab, wie im richtigen Leben, dann wieder Läufe, von denen man nicht genug bekommen kann, ich liebe es – weil ich genau weiß, morgen ist alles wieder ganz anders – YES !!

    • Anfangs ist es mir schwer gefallen mich etwas zurück zu nehmen, aber manchmal nimmt sich der Körper die Auszeit die er braucht und dann sind die Läufe auch dementsprechend.

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