Mehr Unabhängigkeit durch Minimieren

Minimieren

Minimalismus bedeutet nicht ausschließlich sich auf das Wesentliche zu reduzieren, sondern sich auch möglichst viele Freiräume zu schaffen und sich von Dingen zu trennen, die einem das Gefühl der Abhängigkeit geben.

Dazu gehören für mich auch Verträge oder unnötige Ausgaben, die ich lieber an anderer Stelle in Dinge investiere, die mir persönlich auch wirklich etwas bringen. Also habe ich Anfang des Jahres gehandelt und ein wenig aufgeräumt.

Handyvertrag gekündigt ✔
Neuen Vertrag abgeschlossen; monatlich kündbar ✔
Ich will keinen Vertragshandy mit einer Laufzeit von 24 Monaten, rechnerisch gesehen zahlt man dabei ohnehin drauf. 3GB Internet (+100 MB EU), Telefon/SMS Flatrate (+100 Min./SMS EU) für 19,99€/Monat und einer vierwöchigen Kündigungsfrist sind mir da lieber.

Telefon-/Internet-Anbieter gekündigt ✔
Neuer Anbieter; monatlich kündbar ✔
Auch hier will ich nicht über Monate oder Jahre gebunden sein weil ich eher durchwachsene Erfahrungen mit einigen Anbietern gemacht habe. Ich benötige weder Festnetz-Flatrate noch sonstige Extras und komme mit einem 21,95€/Monat Vertrag ohne Zwangsrouter bestens aus. Leider bekomme ich hier nicht mehr als eine 16 Mbit Leitung und würde für mehr Speed gerne noch draufzahlen.

Haftpflichtversicherung gekündigt ✔
Neue Haftpflicht abgeschlossen; jederzeit kündbar
Was Versicherungen angeht habe ich wirklich nur das Nötigste, aber meine bisherige Haftpflicht war einfach viel zu hoch. Eine günstigere zu finden war da wirklich nicht die Kunst.

Sparkassen-Girokonto gekündigt ✔
Sparkasse Sparbuch aufgelöst ✔
Kreditkare (Sparkasse) gekündigt ✔
6€ Kontoführungsgebühren im Monat und die Erhöhung der Kreditkartengebühr waren für mich der Auslöser die Bank zu wechseln. Auf persönliche Beratung in einer Filliale kann ich verzichten…

Neues Girokonto eröffnet ✔
inkl. Tagesgeldkonto
inkl. Kreditkate
Anfangs habe ich gezögert aber der Wechsel war einfacher als gedacht und meine Bedenken wegen der Abhebegebühr an Fremdautomaten waren auch für die Katz: Mit der VISA-Karte kann ich in allen Euroländern gebührenfrei an Automaten mit VISA-Zeichen Geld abheben. Ich zahle auch nichts an Kontoführungsgebühren.

Bausparvertrag gekündigt ✔
Flug in die Sonne gebucht ✔
Weiss der Teufel warum ich in der Vergangenheit mal einen Bausparvertrag abgeschlossen habe. Ich habe dort jahrelang ohnehin nichts mehr eingezahlt und gegen eine kleine Bearbeitungsgebühr bekommt man sein Geld innerhalb von 14 Tagen ausgezahlt.

Zu guter Letzt noch eine kleine Anmerkung: 345.- Euro Ersparnis im Jahr sind ein guter Bonus zur Unabhängigkeit. Der ersparten Betrag wird in eine Reise investiert… 🙂

6 Kommentare

  1. Mit 345.- einfach eingesparten Euro lassen sich wunderbare Dinge genießen auf die man sonst wohl verzichtet hätte. Wenn ich deine Beiträge lese, habe ich manchmal das Gefühl am liebsten etwas ähnliches zu tun. Nur hätte das bei mir weitreichendere Konsequenzen. Ich beneide dich ein wenig um deine Freiheit.

  2. Hey! Ich denke, dass man hier noch nicht von „Minimalismus“ sprechen kann – zumindest nicht nach meiner Auffassung. Vielleicht wäre „Optimierung“ ein besserer Begriff gewesen.

    Ich habe mich eine ganze Weile mit Minimalismus als Lebensstil befasst und gemerkt, dass diese Lebensweise durchaus Vorzüge hat. Das Leben wird unbefrachteter, leichter und zu einem gewissen Teil auch günstiger. Ich habe da mal einen Bericht über eine sehr beeindruckende Person gesehen, die all ihre Gegenstände in einem kleinen Rucksack (http://bree.com/de/damen/rucksaecke/4767/punch-93?c=855) unterbringen konnte. Leider habe ich den Link nicht mehr gefunden.

    Ich bin derzeit dabei meinen Kleiderschrank zu minimieren und viele Dinge zu digitalisieren, die man in einer physischen Form nicht unbedingt braucht. Das erfordert gerade Zeit, aber ich denke, dass die Zeit gut investiert ist. Von einigen Dingen mag ich mich aber gar nicht trennen: Platten, diverse Utensilien zur Körperpflege usw. – aber vielleicht kommt das noch.

    Grüße
    Sebi

    • Da hast du vielleicht nicht ganz unrecht, aber in meinem Fall habe ich mich von sämtlichen Verträgen getrennt. So gesehen habe ich mich schon minimiert.

      Was das digitalisieren angeht; da bin ich auch gerade bei und finde es etwas… naja… Momentan etwas umständlich. Das „Problem“ mit den Platten kenne ich auch, aber auch von einigen Hardcover-Büchern kann ich mich nicht trennen. Ich kann mich einfach nicht an eooks gewöhnen.

  3. Glückwunsch!
    6 Euro Kontoführungsgebühr pro Monat für ein Girokonto sind echt happig wenn man das bei Direktbanken kostenlos bekommen kann.
    Ich war damals bei der Volksbank und bin mal auf Anraten meines Vaters zur „Beratung“ in die Bank gegangen. Die wollten mir natürlich alle möglichen Versicherungen verkaufen, mit möglichst hohen Deckungssummen. Diesen „Service“ brauche und möchte ich nicht. Ich möchte auch nicht das riesige, zentral gelegene Bankgebäude durch meine Gebühren mitfinanzieren. Als das kostenlose Konto plötzlich 2 Euro/Monat kosten sollte habe ich zu einer Direktbank gewechselt.

    Bei der Direktbank (bin bei der DAB) habe ich: kostenloses Girokonto, kostenlose Kreditkarte, viiiel bedienungsfreundlicheres Onlinebanking als bei der Volksbank (wenn ich daran denke, dass ich früher mit so einem komischen TAN Generator vor meinem Bildschirm rumhantieren musste kann ich jetzt nur den Kopf schütteln)

    Auch Handykosten habe ich minimalistisch gestaltet: Prepaid jederzeit kündbar, 200 MB Datenflat für weniger als 5 Euro/Monat, für Gespräche zahle ich 9 ct/Min.

    • Ich kann das nur bestätigen was du schreibst. Ich bin genau aus dem selben Grund von der Sparkasse zur ING-DiBa gewechselt und bisher bestens zufrieden. Ich hätte das schon viel eher machen sollen.

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