Posts Tagged “Gesellschaft”

Früher gab es klare Verhältnisse in den Medien: Die BILD bzw. Springerpresse war für die Meinungsmache zuständig und Magazine wie der Spiegel für die Aufklärung. Inzwischen verschwimmt alles immer mehr und unsere so genannten Leitmedien haben oftmals mit einer objektiven Berichterstattung nichts mehr am Hut. Viel erschreckender ist allerdings festzustellen, dass diverse Medienkampagnen auch noch Wirkung zeigen.
Wie und wo kann man sich also heute noch abseits der allgemeinen Meinungsmache informieren?
• Blogs und andere Internetangebote
Auch wenn Blogger recht subjektiv an Themen heran gehen, sind Blogs sicherlich das klassische Medium um eine Gegenöffentlichkeit zu erzeugen.
Nachdenkseiten Wohl die bekannteste Website im deutschen Netz, wenn es um alternative Meinungsbildung geht. Hauptinitiatoren sind Albrecht Müller, Wolfgang Lieb und Jens Berger, wobei ein Großteil der Hinweise von Lesern der Nachdenkseiten kommt.
Der Spiegelfechter Eines der bekanntesten deutschen Politikblogs. Gegründet von Markus Berger, der heute auch für die Nachdenkseiten schreibt.
Telepolis Nachrichtenseite aus dem Heise Verlag, die „kritisch die gesellschaftlichen, politischen, wissenschaftlichen, kulturellen und künstlerischen Aspekte des digitalen Zeitalters” reflektiert. U.a. mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.
Jacob Jung Blog “Seit Mai 2011 schaut das Jacob Jung Blog der deutschen Politik regelmäßig auf die Finger, kommentiert das Tagesgeschehen, stellt originale Dokumente zur Verfügung, analysiert komplexe Zusammenhänge und deckt Widersprüche auf.” (Jacob Jung Blog)
Netzpolitik Auch wenn Netzpolitik.org ein speziell auf Politik und Internet bezogenes Blog ist, darf dieses nicht unerwähnt blieben. Netzpolitik ist heute nicht mehr aus der deutschen Medienlandschaft wegzudenken.
Zur Vervollständigung sollten vielleicht noch das BILD-Blog und das Blog von Stefan Niggemeier erwähnt werden .
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Waren früher Pest, Cholera und andere Seuchen die Plage der Menschheit, sind es in der heutigen Wohlstandsgesellschaft Übergewicht, Gelenkschäden, sowie Herz- und Kreislauferkrankungen.
Um etwas dagegen zu unternehmen bezahlen wir viel Geld für Fitnessstudios, Kochkurse und lassen uns von der Lebensmittelindustrie für dumm verkaufen.
Eine Lösung um aus diesen Kreislauf heraus zu kommen ist die Steinzeiternährung, auch Paleo Ernährung genannt. Vom Prinzip her funktioniert diese Ernährungs- und Lebensform wie folgt:
• Back to the roots – zurück zum Ursprung
Der Steinzeitmensch hat sich im Grunde nur von Fleisch, Nüssen, Gemüse und Früchten ernährt und natürlich selber zubereitet. Heute können viele nicht einmal mehr selber ein Gericht zubereiten. Stichwort Fertignahrung.
Wie bei Vegetariern und Veganern gibt es auch hier unterschiedlich stark ausgeprägte Formen: während sich die einen nur grob an das Steinzeitprinzip orientieren, gibt es andere die sogar so weit gehen und sich mit Insekten ernähren. Ähnlich wie es noch bei Naturvölkern anzutreffen ist.
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Mein Opa ist 1910 geboren worden und war 7 Jahre alt, als die russische Revolution ausbrach. 1918 war der Erste Weltkrieg zu Ende, zum Zweiten wurde er dann selber eingezogen.
Er war wie viele andere an der Ostfront stationiert und geriet nach dem Krieg in russische Gefangenschaft.
Im Februar 1989 starb mein Opa und konnte nicht mehr miterleben, wie der komplette Ostblock in sich zusammenfiel und eine vollkommen neue Zeitrechnung begann.
Über den Krieg hat er nie mit anderen geredet, nur meine Oma wusste sehr wenig zu berichten:
Vom Krieg und der Gefangenschaft hat euer Opa fast gar nichts erzählt. Auch nicht später.
Er hatte nur des öfteren erwähnt, dass er tagelang durch Russland laufen musste und hungerte.
Es war ihm peinlich zu betteln, aber immer wieder überrascht, dass viele Russen, obwohl sie selber nichts hatten, zu essen gaben.
Als der Krieg zu Ende war, fiel es ihm sehr schwer, sich wieder im normalen Leben zurechtzufinden.
Die Geburt und das Aufwachsen von J. (Anm.: mein Vater) konnte er nicht miterleben und hatte Probleme ihn als seinen eigenen Sohn zu akzeptieren.
Erst Jahre später wurde es etwas besser.
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Wer mit offenen Augen durch die Städte läuft, sieht inzwischen fast an jeder Ecke Filialen der unterschiedlichsten Zeitarbeitsfirmen. Während früher fast ausschließlich gering qualifizierte Personen in dieser Branche Anstellung fanden, werden heute für jeden Berufszweig Leiharbeiter gesucht.
Ich würde nicht immer gleich von „moderner Sklaverei“ sprechen, es gibt sicherlich Bereiche, wo diese Form der Erwerbsertüchtigung sinnvoll ist, nur finde ich dass die Zeitarbeit zu sehr an Oberhand genommen hat.
Es geht mir nicht in erster Linie darum, dass Zeitarbeiter bei gleicher Arbeit keinen gleichen Lohn bekommen (was ohnehin eine bodenlose Unverschämtheit ist), sondern ob heutzutage ein Mensch mit einer herkömmlichen Berufsausbildung überhaupt noch als qualifizierte Arbeitskraft gesehen wird.
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Als Google+ vor einigen Monaten an den Start gegangen ist, war der Hype enorm. Fast jedes netzrelevante Blog und Magazin war voll von Lob und die ersten User haben schon das Ende von Facebook, Twitter und Co. prophezeit.
Inzwischen ist nicht nur bei mir Ernüchterung eingetreten, die Gründe warum ich mich bei Google+ wieder abgemeldet habe und warum sich Googles Social Network nicht durchsetzen wird, sind für mich folgende:
Kaum reale Freunde sind dort angemeldet
Facebook hat sich erst jetzt in Deutschland wirklich etabliert und die meisten realen Freunde und Bekannte haben sich dort gerade angemeldet. Kaum eine dieser Personen hat es nötig weitere Soziale Netzwerke zu nutzen.
Faktor Zeit
Meiner Meinung nach kann sich kein Mensch, der einer geregelten Arbeit nachgeht auf mehreren Social Networks gleichzeitig bewegen und seine Kontakte pflegen. So viel Zeit kann man gar nicht haben, es sei den man muss sich beruflich damit beschäftigen.
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Ich gehöre zu jenen Menschen, die Tag für Tag zur Arbeit pendeln müssen. 40 Kilometer Hinfahrt und 40 Kilometer Rückfahrt, die ich aus (angeblichen) Gründen der Flexibilität und Zeitersparnis mit dem Auto gefahren bin. Bis ich einen Unfall hatte und das Auto wirtschaftlichen Totalschaden erlitt.
Was nun? Wie komme ich zur Arbeit ohne Auto? Geht jetzt die Welt unter und begebe ich mich in die Abhängigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel? Flexibilität ade?
Seit dem ist es für mich Tag für Tag eine kleine Herausforderung den passenden Bus zum Bahnhof und den Anschlusszug zu bekommen.
Eine Verspätung oder die unregelmäßigen Arbeitszeiten können durchaus sehr hohe Wartezeiten bedeuten, Zeit bei der ich mit dem Auto längst daheim wäre.
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