Meine Erfahrung mit dem Laufband

Sehr lange war ich der Meinung, dass Laufbänder vollkommen unnötig sind, schließlich kann so eine rollende Gummimatte niemals einen Lauf in der Natur ersetzen.

Aber ich habe mich mit dem Laufband angefreundet und es tatsächlich zu schätzen gelernt auch mal die eigenen vier Wände nicht zu verlassen.

Was ich gut finde

  • Ich bin Wetterunabhängig
    Wetter ist kein Grund um nicht laufen zu gehen. Aber bei extremen Wetterlagen ist es vernünftiger Zuhause zu bleiben. Auch im Winter, wenn die Tage extrem kurz sind, laufe ich lieber auf dem Laufband in den eigenen vier Wänden.
  • Zeitersparnis
    Manchmal bin ich unschlüssig, ob ich auf die Schnelle noch vor der Tür gehen soll. Mit einem Laufband kann ich ganz spontan und zu jedem Zeitpunkt ein paar Kilometer machen und muss mir keine Gedanken über eine zeitgerechte Route machen.
  • Einfaches Intervalltraining
    Fast alle Laufbänder verfügen über einen integrierten Computer, bei dem das Tempo ziemlich genau dosiert werden kann. Damit lassen sich bestimmte Trainingseinheiten genauer steuern und ich muss nicht ständig auf meine Uhr schauen. Intervalle auf dem Laufband sorgen für etwas mehr Abwechslung
  • Abwechslung für die Füße
    Auf dem Laufband werden Gelenke, Bänder und Sehnen weniger und anders belastet. Das bringt etwas mehr Abwechslung in den Bewegungsapparat.

Das richtige Laufband

Ein passendes Laufband zu finden ist nicht einfach, es gibt zahlreiche Anbieter in den unterschiedlichsten Preis- und Qualitätsklassen.

Ich habe mich schon öfters von irreführender Werbung leiten lassen und ein Auge auf günstige „Laufbänder“ um die 300€ geworfen. Aber die Geräte sind nicht der Rede wert. Meistens handelt es sich hierbei um so genannte „Walking Pads“ für das Homeoffice. Diese Geräte sind für richtige Läufer/innen überhaupt nicht geeignet.

Wichtig ist eine ausreichend große Lauffläche, ein leistungsgerechter Motor (auf die km/h Angaben achten) und eine stabile Bauweise.

Für um die 1000€ bekommt man schon anständige Laufbänder die für meinen Anwendungsfall vollkommen ausreichend sind. Wenn möglich würde ich immer einen Anbieter aussuchen, bei dem man ein Laufband evtl. ausprobieren kann.

Die passende Ausrüstung

Theoretisch kann man sich in den eigenen vier Wänden auch nackt auf das Laufband stellen. Zumindest sollte man passendes Schuhwerk haben, denn die Bewegungsmotorik ist eine etwas andere.

Relativ schwere Schuhe wie meine Brooks Adrenaline sind für das Laufband nicht gut geeignet. Deswegen laufe ich fast immer in leichten Barfußschuhen, denn eine starke Dämpfung ist nicht unbedingt nötig.

Auch wenn der Laufbandcomputer ziemlich genau ist, zeichne ich meine Läufe zusätzlich mit meiner Sportuhr auf. Meine Uhr verfügt über ein Laufbandtraining und ich habe gleich alles in meiner Trainingssoftware gespeichert. Außerdem gefällt mir die Pulsmessung an der Uhr besser und ich kann einen Brustgurt nutzen.

Worauf man achten sollte

  • Passende Wohnung
    Laufbänder sind je nach Ausführung ziemlich groß und schwer. Der Motor und das Auftreten erzeugen eine Geräuschkulisse die nicht unbedingt Mehrfamilienhäuser-freundlich sind.
  • Ausreichende Luftzirkulation
    Nach einer längeren Laufeinheit in Innenräumen wird es sehr schnell unangenehm. Der Raum sollte Fenster besitzen, so dass eine Luftzirkulation vorhanden ist. Frische Luft beim Training ist unbezahlbar.
  • Für Anfänger eher ungeeignet
    Ein gutes Laufband ist nicht günstig. 1000€ und mehr sind viel Geld. Ob sich eine Anschaffung wirklich lohnt, sollte gut überlegt sein. Als Anfänger würde ich mir erstmal kein Laufband kaufen.

Mein persönliches Fazit

Das Laufen in der Natur ist natürlich unersetzlich und ich bin alles andere als Wetterempfindlich. Aber das Laufband ist für mich eine sehr gute Ergänzung um wirklich jeder Zeit laufen gehen zu können.

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2 thoughts on “Meine Erfahrung mit dem Laufband

  1. Du könntest mir noch weitere 100 Gründe pro Laufband nennen, ich würde mir trotzdem keines kaufen. Laufen bedeutet für mich – ganz neben fast täglichen Bewegung – Sauerstoff tanken, die Natur, das Wetter – alles in seinen vielfältigen Facetten zu erleben, das kann mir niemals ein Laufband geben.

    War höchstens zweimal auf einem Laufband – und das war für mich zweimal zu viel !

    Aber wenn es anderen Spaß macht, warum nicht, jeder nach seinem Gusto !!

    1. Ich glaube Diu hattest schon mehrmals erwähnt, dass du dich nicht mit einem Laufband anfreunden kannst 😉
      Das Laufen in der Natur ist natürlich nicht zu ersetzen, da bin ich ganz bei dir. 🙂

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