Pulsgurt oder Handgelenk?

Die optische Pulsmessung am Handgelenk bei Sportuhren und Fitnesstrackern ist inzwischen eine Selbstverständlichkeit geworden. Da kann man schnell den Eindruck bekommen, dass der Pulsgurt bei vielen Hobbysportlern immer mehr an Bedeutung verliert.

Sicherlich ist ein Gurt nicht so komfortabel und bequem wie eine in der Uhr integrierte Pulsmessung, dafür aber zuverlässiger und genauer:

Optische Pulsmessung

• Die Messung ist oftmals EKG genau

• Der Gurt misst von Beginn an die korrekten Werte, während optische Sensoren oftmals etwas “Anlauf” benötigen.

• Ein Pulsgurt funktioniert bei jeder Person, währen die Pulsmessung am Handgelenk bei Tätowierungen, starker Körperbehaarung oder Temperaturschwankungen abweichen kann.

• Pulsgurte können auch beim Schwimmen die genaue Herzfequenz messen.

Ich achte immer darauf das die Sensoren möglichst mit ANT+ und Bluetooth funken können. So kann ich flexibel zwischen Uhr und Smartphone wechseln.

Im günstigen Preissegment habe ich damals recht gute Erfahrungen mit dem Arendo Pulsgurt gemacht, allerdings wird dieser nicht mehr angeboten. Eine Alternative ist der BerryKing Heartbeat Herzfrequenzmesser*. Der Sensor kann ANT+, womit so gut wie alle Garmin Sportuhren kompatibel sind. Der BerryKing ist kein Premiumgurt, funktioniert für seinen Preis von unter 30€ aber sehr zuverlässig.

Mein persönlicher Favorit war früher der Polar H7 und ist inzwischen vom Polar H10 (um die 60€) abgelöst worden. Die Pulsmessung ist EKG genau, der Gurt ist auch für Schwimmer geeignet und dank der 5-kHz-Übertragung mit vielen Fitnessgeräten in Sportstudios kompatibel. ANT+ kann der H7 bzw. H10 allerdings nicht.

Mit oder ohne?

Zugegebenermaßen laufe ich aus Bequemlichkeit überwiegend mit der Pulsmessung am Handgelenk. Auf einen Gurt greife ich dann zurück, wenn ich mit dem Smartphone unterwegs bin oder wirklich genaue Pulswerte haben will. Wie sieht das bei euch aus?

6 Kommentare

  1. Hi Daniel,
    für mich funktioniert die optische Pulsmessung (mit aktueller Hardware) mittlerweile so gut, dass ich auf einen Brustgurt verzichten kann. Allerdings ist der Puls für mich auch kein Wert, an dem ich mein Training ausrichte. Sollte die Anzeige anfangs also mal spinnen, ist das kein Drama. Das passiert aber so gut wie nie, seitdem ich genau weiss, wie eng ich die jeweilige Uhr tragen muss.
    Umgekehrt stören mich aber auch die Pulsgurte von Suunto und Polar nicht mehr so sehr beim Laufen, weil die Sensoren echt klein bzw. bequem sind.

  2. Ich laufe seit jeher mit Pulsgurt, allerdings auch nur im Training. Auf meinen langen Ultra”wettkämpfen” trage ich dann aber keinen Gurt mehr, da ich keine Lust auf Reibung oder Irritationen der Haut habe. Das kam zwar im Training bisher auch noch nicht vor, kann dir einen 100 km Trail aber denke ich ganz ordentlich verhageln, das Risiko gehe ich lieber nicht ein.
    Pulsmessung am Handgelenk war für mich bisher nicht interessant, meine Suunto Ambit 2 kann das natürlich auch nicht. Sollte ich mir eine neue Sportuhr kaufen, werde ich ebenfalls wohl versuchen auf den Sensor zu verzichten.

    Gruß
    Sascha

  3. Hallo,
    ich fahre MTB & BMX und habe dabei viele Intervalle.
    Ich hatte eine Fenix5 und nun eine Garmin 645.
    Die optische Messung ist bei Intervallen einfach nicht zu gebrauchen.
    Wenn ich nach einem Intervall mir den Puls ansehe, dann ist er in einem kleinen Bereich und steigt erst dann an, wenn ich schon wieder in der Erholung bin.
    Diesen Effekt habe nicht nur ich, sondern auch meine Trainingspartner.
    Bei der Apple Watch ist das genauso.
    Beim normalen Laufen brauchen die Uhren 5- 10 Minuten um halbwegs genaue Ergebnisse anzuzeigen.
    Trotzdem ein Feature, welches ich nicht mehr missen möchte.
    Schöne Grüße, Alex

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