Chala Run Laufsandalen

Freiheit für die Füße! Die Chala Run Laufsandalen

Seit mehr als zwei Jahren trage ich regelmäßig Barfußschuhe im Alltag und gelegentlich auch beim Laufen. Mich hat diese natürliche Art der Fortbewegung sehr schnell überzeugt weil ich seit dem u.a. weit aus weniger Rückenprobleme habe.

Bisher habe ich nur die Leguano Aktiv Barfußschuhe getragen, die optisch sehr stark an einen herkömmlichen Schuh angelehnt sind. Seit kurzem haben sich ein Paar Chala Run dazugesellt, die sich auf dem ersten Blick von den Leguano sehr stark unterscheiden und in die Kategorie Laufsandalen gehören.

Hinweis in eigener Sache

Chala hat mir freundlicherweise ein Paar Chala Run für einen Erfahrungsbericht kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wird hierdurch nicht beeinflusst.

Die Chala Run bestehen nur aus einer Sohle und einem Schnürsenkel, der anhand einer speziellen Schnürtechnik am Fuß festgebunden wird. Die Sandalen sind schon sehr minimalistisch, sollen dadurch aber ein sehr natürliches Laufgefühl vermitteln. Auf der Hersteller-Homepage heisst es:

In Deutschland sind Huarache-Sandals noch weitgehend unbekannt. Das wollen wir als Fans ändern. Also haben wir von voycontigo in Handarbeit eine Huarache-Sandale entwickelt, die wir Chala® getauft haben. Der Name Chala kommt aus dem lateinamerikanischen Spanisch und bedeutet „Sandale aus rohem Leder“.

Genau das sind unsere Chalas auch: Minimalistische Sandalen, bei denen die natürlich gefärbte Ledersohle um eine schützende Naturkautschukschicht ergänzt wurde, sicher am Fuß gehalten von nur einem Schnürsenkel.

Chala.de
Chala Run Laufsandalen
Die Laufsandale am Fuß

Verpackung & Verarbeitung

Die Laufsandalen kommen in einen schlichten Schuhkarton mit einem dicken Sole Runner Logo daher: “Walking Barefoot – Like Nature Intended. But Safe”. Beim öffnen fällt mir gleich der schöne Stoffbeutel ins Auge, in dem sich die Sandalen befinden. Des Weiteren gehören zum Lieferumfang zwei unterschiedliche Schnüranleitungen und eine Schneideanleitung.

Inhalt

Die Sandalen bestehen nur aus einer Sohle, an der auch nur eine Schnur mit einem 8er Knoten befestigt ist. Da ein Teil der Schnürsenkel unter die Sohle durch führt hat man keinen ebenen Auftritt. Ob hierdurch das Laufgefühl beeinflusst wird?

Die Oberfläche der Sohle besteht aus veganen Antirutschleder, die Zwischenschicht aus Poron XRD und soll besonders gut Stöße absorbieren. Auf jeden Fall macht die Verarbeitung einen sehr soliden Eindruck.

Seine Laufsandale kann man sich maßfertigen lassen, in dem man seinen Fuß aufmalt und an Chala schickt. Meine Sohle war perfekt ausgeschnitten, wer mag kann sich seine Sandale auch selber zurechtschneiden. Hierfür gibt es die Schneideanleitung.

Schnürung & Tragegefühl

Die größte Herausforderung war und ist für mich die Schnürtechnik. Hier gibt es verschiedene Techniken.

Ich bevorzuge ganz klar die Basis Slip-In-Slip-Off-Schnürung, d.h. der “Schnürsenkel” wird in 19 Schritten mehrfach um den Fuß gebunden. Beim ersten Mal ist das Schnüren eine kleine Herausforderung und nimmt viel Zeit in Anspruch. Das ganze Prozedere muss man aber nur einmal durchführen und kann die weiteren Male problemlos in die Sandalen schlüpfen.

Die Schnüranleitungen

Dafür sitzen die Sandalen aber bequem am Fuß. Der Schnürsenkel ist sehr elastisch und drückt dadurch nicht unangenehm an den Knöcheln. Auch zwischen den Zehen habe ich keine unangenehme Reibung gespürt.

Der dicke Knoten kommt von mir (übrig gebliebener Schnürsenkel)

Beim Laufen

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich jeder “Barfuß-Neuling” über Wochen an das neue Laufgefühl gewöhnen muss. Der ganze Körper muss sich umgewöhnen, deswegen empfiehlt es sich langsam anzufangen.

In alltäglichen Situationen sind die Chala schon sehr bequem und kommen aufgrund ihrer Art dem natürlichen Barfußlaufen sehr nahe.

Das Joggen macht in den Chala Run einfach Spaß. Warum genau kann ich gar nicht erklären. Irgendwie “patscht” man vor sich hin und setzt ganz anders auf wie bei herkömmlichen Laufschuhen. In Laufsandalen sind die Füße noch einmal um einiges freier als z.B. in den geschlossenen Leguano Aktiv Schuhen. Ein verdammt gutes Gefühl. Die unebene Sohle habe ich übrigens nicht wahrgenommen.

Allerdings gibt es noch eine Sache auf die man gerade beim Joggen achten sollte: die Sohle kann ähnlich wie bei Flip Flops nach vorne wegklappen und es besteht die Gefahr so irgendwo hängen zu blieben. Ist mir bisher aber noch nicht passiert. Außerdem kann es je nach Jahreszeit recht kühl an den Füßen , aber einen richtigen Barfußlaufen schreckt auch der Winter nicht ab (mich schon).

Mit den Chala Run an den Füßen zieht man definitiv die Aufmerksamkeit auf sich und wird durch Außenstehende schnell als bekloppt abgestempelt. Aber das wird man als Läufer auch ohne Laufsandalen.

Fazit

Grundsätzlich kann ich jedem Menschen (egal ob Läufer oder was auch immer) empfehlen Barfußschuhe zu tragen. Es ist einfach die gesündeste Art und Weise sich fortzubewegen.

Wer es möglichst minimalistisch und ursprünglich mag sollte sich ein Paar Laufsandalen zulegen. Die Chala Run sind meine ersten “Schuhe” dieser Art und gefallen mir ausgesprochen gut.

Auf den ersten Blick sind knapp 70€ für eine Sohle mit einem Schnürband viel Geld. Aber: ihr bekommt eine hand- und maßgefertigte Laufsandale die sehr gut verarbeitet ist und erstaunlich gut am Fuß sitzt. Chala hat übrigens auch noch andere Modelle im Sortiment.

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