Gefühlsläufer


Viele Läufer haben Spaß daran immer wieder neue Ziele anzustreben und verbissen auf etwas hinarbeiten. Ein Marathon in unter 3 Stunden oder einen Ultramarathon weil ein Marathon nur etwas für Luschen ist. Thomas von Harlerunner.de hat hierzu einen wirklich zutreffenden Artikel geschrieben.

Soll jeder machen woran er/sie Spaß hat. Ich habe für mich recht schnell festgestellt, dass mich dieses höher, schneller, weiter nicht reizt. Eher im Gegenteil. Es langweilt mich und Verbissenheit turnt mich ab. Mir geht es in erster Linie darum einfach fit und agil zu bleiben. Meinen Geist zu stärken und in mir ein angenehmes Gefühl hervorzurufen, welches in mir innere Zufriedenheit hervorruft.

Easy going…

• Nach dem Aufstehen und der ersten Tasse Kaffee weiss ich ob ich gleich eine Runde drehe, den Lauf auf später verschiebe, oder es ganz sein lasse.

• Nach den ersten zwei bis drei Kilometern horche ich in mich hinein und kann einschätzen ob es ein längerer oder kürzerer Lauf wird.

• Ich brauche Landschaft und Natur um mich herum. Großstädte oder monotone Straßenläufe machen mir nicht wirklich Spaß.

• Wenn der Tag gerade erwacht und die erste Sonnenstraheln auf meiner Haut kitzeln, geht mir einer ab. Das sind wirklich Glücksgefühle (keine Sorge, keine sexuellen).

• Die Stille der Natur hat eine meditative Wirkung auf mich.

• Wenn sich die Möglichkeit für ein schönes Foto ergibt unterbreche ich den Lauf und will diesen einen Moment, die Stimmung, unbedingt festhalten.

• So geil, so mittelmäßig oder so beschissen der Lauf auch war; unterm Strich gesehen bin ich immer froh etwas für mich und meinen Körper gemacht zu haben.

• Wenn ich keine Lust habe, dann habe ich einfach keine Lust und muss nicht mir selber und anderen beweisen wie viele Kilometer ich in einer Woche zurückgelegt habe.

Ich höre auf meinen Körper

Ich kenne einige Sportler die dieses nämlich nicht können und schon einige Verletzungen hinter sich haben – darauf habe ich absolut keinen Bock, auch wenn ich manchmal ganz gerne behaupte: “Besser kaputte Gelenke durch den Sport, als durch Übergewicht”.

Aber: jeder Läufer, jeder Sportler (vielleicht auch jeder Mensch) ist immer irgendwo ein ganz individueller Freak… und das ist auch gut so.

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