Am Samstag (11.06.2022) hat der 1. Baumberger Marsch stattgefunden. Start- und Zielpunkt der 42 Kilometer langen Strecke war der Sportpark Billerbeck, die genaue Route wurde aber erst wenige Tage vor Veranstaltungsbeginn auf Komoot bekanntgegeben.

So richtig ausgiebig habe ich mich auf dieses Event nicht vorbereitet und dementsprechend minimalistisch war ich auch ausgestattet: Laufklamotten, Laufrucksack, 2 Liter Wasser, 4 Müsliriegel, Pflaster und etwas Klopapier.

Da Billerbeck von hier aus vielleicht 15 Minuten Fahrzeit entfernt ist, bin ich natürlich ganz entspannt angekommen und habe mich um 09:00 mit drei Arbeitskollegen (Matthias, Mario und Andre) getroffen.

10 Km: Easy Going

Wir sind dann auch gleich um 09:20 Uhr losgelaufen und auf den ersten 2 bis 3 Kilometern waren noch alle relativ eng beieinander. Mit Matthias bin ich es etwas entspannter angegangen, während Andre und Mario schon vorweg gelaufen sind um sich etwas von der Masse abzusetzen.

Das Startfeld

Von Billerbeck aus ging es oberhalb des Stevertals in Richtung Schapdetten. Die Streckenverlauf war für mich keine große Überraschung, aber trotzdem abwechslungsreich. Nach 10 Kilometern kam auch schon der erste Verpflegungspunkt an dem wir uns nur sehr kurz aufgehalten haben. Bloß nicht lange hinsetzen und am besten gleich weiterlaufen.

Von da an wurde die Strecke auch etwas hügeliger und die ersten Teilnehmer kamen an ihre Grenzen. Die für uns erste „richtige“ Steigung war die „Leopoldshöhe“, die wir auch gleich genutzt haben um einige Grüppchen hinter uns zu lassen.

1. Verpflegungspunkt

20 Km: Die Spreu trennt sich…

Die weitere Strecke führte uns von Nottuln-Schapdetten aus in Richtung Havixbeck durch ein größeres Waldgebiet. Zu diesem Zeitpunkt war ich nicht besonders motiviert und wollte einfach nur den zweiten Verpflegungspunkt erreichen.

Die Strecke war wirklich gut ausgeschildert, sodass ich mich nicht noch auf die Navigation konzentrieren musste. Kurz nach der Bruder-Klaus-Kappelle hatten wir dann endlich den zweiten Verpflegungspunkt erreicht.

Richtung Havixbeck

Knapp 1/3 der Teilnehmer sind dann am Bahnhof Havixbeck ausgestiegen und mit dem Zug nach Billerbeck gefahren. Diese Option war vom Veranstalter auch so mit eingeplant. Matthias und ich sind natürlich weiter gelaufen, von Mario und Andre haben wir nix mehr gehört da wir zwischendurch kein Netz hatten.

30 Km: Abschalten

Ab jetzt wurde es um uns etwas einsamer und hatten schon Teilnehmer der ersten Startgruppe eingeholt. Viel haben wir nicht miteinander geredet und die herrliche Ruhe genossen: ab jetzt hieß es nur noch Kilometer machen.

So langsam führte uns die Route wieder in Richtung Billerbeck, aber mit einigen Umwegen u.a. an den 7 Raben vorbei. Die restliche Strecke zum dritten Verpflegungspunkt verlief größtenteils über Asphalt, was für mich eine willkommene Abwechslung war.

Etwas Ruhe genießen

Zwischendurch hatte ich mal ein unangenehmes Zwicken im Oberschenkel, der die Füße haben noch mitgespielt.

40 Km: Tunnelblick

Ich hatte mir als Motivation in den Kopf gesetzt Mario und Andre irgendwie noch einzuholen. Ab dem dritten Verpflegungspunkt bin ich dann alleine weiter gelaufen und habe noch mal ordentlich Gas gegeben.

Der Billerbecker Dom war schon mehrmals in Sichtweite und ich bin die letzen Kilometer nur noch mit Tunnelblick weitergelaufen. Mario und Andre waren schon im Ziel angekommen, ich wollte nur noch unter 8 Stunden das Ziel erreichen und 2 Kilometer vor dem Ziel bekomme ich einen bekackten Wadenkrampf. Ich Depp hätte an Magnesium denken sollen.

Mir blieb nicht andere übrig als mich kurz hinzusetzen. Ich habe vor mich hin geflucht und irgendwann lies der Schmerz etwas nach. Der letzte Teil der Strecke führte mitten durch Billerbeck zurück zum Sportpark.

Km 42: Sie haben ihr Ziel erreicht

Nach 07 Stunden und 41 Minuten bin ich durch das Ziel gelaufen. Jeder Teilnehmer wurde vom Moderator persönlich begrüsst und hat natürlich eine Medaille samt Urkunde bekommen.

Mario und Andre saßen schon mit einem Bier im Ziel und haben auf uns gewartet. Nach einem kleinen Plausch ging es dann auch gleich wieder nach Hause.

Da ist das Ding

Fazit

Der 1. Baumberger Marsch hat Lust auf mehr gemacht. Die Organisation war wirklich sehr gut, die Strecke bestens ausgeschildert und das Wetter war obendrauf auch noch perfekt. Sicherlich werden wir nächstes Jahr auch teilnehmen, wobei jetzt schon Distanzen von 50 bis 100 Km im Raum stehen.

Ich werde auf jeden Fall einen Teil der Route bei meinem geplanten Lauf von Coesfeld nach Münster mit einbeziehen.

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One thought on “1. Baumberger Marsch

  1. Erstmal Glückwunsch 👌
    Genau wie du den Weg beschrieben hast…. So haben wir es auch empfunden. Alles echt bestens gewesen…. Die Kilometer um Billerbeck herum haben die letzte Kräfte aus uns rausgeholt….. Da hieß es schon Zähne zusammen beißen.
    Dann das Ziel vor den Augen und durch.
    Sind im nächsten Jahr auf alle Fälle wieder dabei.🚶‍♂️🚶‍♂️🚶‍♀️

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