Alltagsläufer

Alltagsläufer

Ich mache mir keine großen Gedanken über irgendwelche Bestzeiten, Zahlen oder sonstigen Werte. Ich habe mir auch noch nie irgendwelche großen Ziele gesteckt. Nach Plan trainieren kann ich ohnehin nicht.

Manchmal läuft es gut, manchmal weniger gut. Manchmal laufe ich 5 Kilometer, manchmal 21 Kilometer. Darüber mache ich mir aber keine Gedanken mehr. Die Phase der Laufsucht habe ich hinter mir gelassen, genauso wie das darauffolgende Tief.

Das Laufen steht nicht mehr so im Mittelpunkt wie früher. Dafür habe ich es zu fest in meinen Alltag integriert. Es gehört dazu wie der morgendliche Gang ins Badezimmer: Schuhe anziehen, loslaufen und die Murmel im Kopf rollen lassen. Manchmal weiß ich gar nicht worüber ich nachdenke, ich mache es einfach und fühle mich nachher besser.

Mir fällt es leichter im Alltagstrott zu laufen als im Urlaub. Im Urlaub kann ich dann auch mal sehr gut “Fünfe gerade” sein lassen. Besser so als andersherum.

Hochs und Tiefs gibt es immer. Aber seitdem der Sport für mich eine alltägliche Gewohnheit geworden ist, habe ich keine Angst mehr, dass ich die Motivation irgendwann vielleicht für immer verlieren könnte.

Viel Bewegung gehört zum Menschsein dazu wie unser Selbsterhaltungstrieb. Nur haben viele dieses urmenschliche Bedürfnis verlernt und aus ihrem Alltag verdrängt.

Das Laufen im Alltag fest zu integrieren ist vielleicht ein wenig meine “Laufphilosophie” mit der ich glücklich geworden bin.

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