Mallorca: Wandern in Paguera

Im April war ich nach 1998 das zweite Mal auf Mallorca und positiv überrascht: ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung wie schön die Insel ist. Vor allem bietet Mallorca sehr viel Abwechslung und ist ein wunderbarer Ort zum wandern.

40 Kilometer westlich von Palma befindet sich der kleine Ort Paguera. Eine Woche vor den Osterferien herrschte dort noch eine recht beschauliche Ruhe; perfekt um die Umgebung in Ruhe zu erkunden.

Unspektakulär schön: Caló d’en Monjo

Easy Peasy in der Mönchsbucht

Eine relativ kurze, aber recht schöne Wanderstrecke führt zur Mönchsbucht (Caló d’en Monjo). Von der Strandpromenade in Paguera geht es immer möglichst nahe am Wasser entlang bis zum Hotel Cala Fornells.

Hier wird es etwas kniffelig, denn man muss an dem kleinen Hotelstrand über eine Außentreppe zur Hotelanlage gelangen. Ein unscheinbarer Pfad führt in einen Wald, die Finca lässt man links liegen und kommt so gleich auf einen Wanderweg der direkt am Wasser entlang führt.

Für kurze Zeit wird die Strecke etwas unübersichtlich, die Farbmakierungen auf den Steinen helfen ein wenig bei der Orientierung. Irgendwann hört man das Rauschen der Bucht, läuft noch ein paar Meter durch den Wald und nach wenigen Minuten ist das Ziel erreicht. Die Caló d’en Monjo war fast menschenleer, in der Hauptsaison sieht es dort anderes aus.

Den Rückweg kann man sehr stark abkürzen. Einfach den großen Waldweg entlang laufen und nach nur ein paar Metern steht man wieder am Hotel Cala Fornells. Einfach kann jeder…

Hoch hinaus auf den Sa Bruta

Die Zweite Wanderroute ist mit fast 9 Kilometern auch nicht sehr lang, aber man sollte sehr gut zu Fuß sein und keine Höhenangst haben.

Als erstes geht es zur Carrer del Doctor Noé, dass Ende der Straße führt über einen felsigen Weg in ein Waldgebiet. Nach einigen Metern taucht ein kleines Haus auf, hier hält man sich immer schön rechts bis eine imposante Steigung vor einem liegt. Mein Tipp: den Kabelkanal hochlaufen, die Abdeckung sorgt für einen festen Halt. Notfalls einfach hoch krabbeln.

Oben gelangt man auf die Carrer Baladre und steht direkt am Eingang vom Trailpark (ich glaube so wird das Gebiet genannt). Eine Warntafel gibt noch ein paar Tipps wie man sich verhalten soll. Hier hätte man auch leichter hinkommen können, aber wie gesagt: einfach kann jeder.

Nach einigen Metern befindet man sich in einem Waldgebiet und läuft den Pfad weiter in Richtung Loco Loco. An manchen Streckenabschnitten hat man eine sehr schöne Aussicht auf Paguera. Irgendwann erscheint in der Ferne ein freistehender Felsen Namens Sa Bruta den es zu erklimmen gilt.

Es dauert nicht lange und schon steht man am Fuß des Sa Bruta, hier gibt es auch nur einen Kletterpfad der zum Gipfel führt. Um diesen hinauf und wieder herunter zu kommen ist Höhenangst nicht gerade von Vorteil. Ist man aber einmal oben angekommen, hat man eine sagenhafte Aussicht.

Blick auf Paguera
Auf dem Gipfel des Sa Bruta

Nach dem Abstiegt geht es weiter in Richtung Westen, die “Privado (Privatgelände) Schilder ignorieren wir einfach. Am Wegrand befinden sich immer wieder abgebrannte Baumstämme, die Waldbrandgefahr ist hier besonders groß und trotzdem sieht man an einigen Stellen weggeworfenen Kippen.

Irgendwann taucht in der Ferne die Ortseinfahrt von Paguera auf. Um diese zu erreichen gibt es nur eine Weg: nach unten. Der Abstieg ist kurz aber steil und kann, wenn man sich nicht die Knochen brechen will, locker 30 Minuten in Anspruch nehmen.

Tipps für Paguera

– Nach Paguera kommt man direkt vom Flughafen mit der Buslinie 11. Die Fahrt dauert ca. 60 Minuten und kostet ca. 5€.

– Eine sehr empfehlenswerte Unterkunft ist das Hotel Diamante. Nicht zu groß, geschmackvoll eingerichtet und eine wirklich gute Abendküche.

– Verhungern muss man in Paguera nicht. Aber die mit Abstand besten Tapas gibt es in der Tapasbar Eucaliptus.

Ich muss sagen, dass Mallorca landschaftlich mehr zu bieten hat als Fuerteventura oder Lanzarote. Die Inseln kann man vielleicht nicht direkt miteinander vergleichen, aber es gibt auf Mallorca definitiv die interessanteren Wanderrouten und man kommt fast immer gut und günstig auf die Insel.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.